Myanmar und der erste Thail von Thailand

Die drei unerschrockenen und unglaublich gutaussehenden Reiseradler melden sich nun – durchtrainiert, braungebrannt und immer strahlend – aus Thailand. Ihr KÖNNT euch nicht vorstellen, wie viel Spaß es mir gerade macht, auf den Knopp „hochladen“ zu drücken und wenige Sekunden später sind unsere Bilder auf der Website. Das ist eine Arbeit, die während der letzten drei Monate immer so nervenaufreibend lange gedauert hat… Yeah! Und dabei muss ich erwähnen, dass ich diesem Bericht gerade den letzten Schliff zum upload gebe, während ich in Thailands Bergen auf einem Zeltplatz sitze. Einem Zeltplatz! Mit WIFI! Thailand ist wirklich sooo Europa =)

Dann noch zu dem Myanmar-Fotoordner: den hatte ich mit der falschen Berechtigungsstufe versehen. Wenn ihr auf den Link geklickt habt, wurdet ihr gebeten, mir eine Anfrage zu schicken. Das ist jetzt behoben und jeder kann wie er oder sie lustig ist auf die Fotos schauen. Also einfach links in der Seitenleiste nochmal auf das Zelt unter Palmen klicken =)

Nundenn, erst einmal viel Spaß mit dem nächsten Teil der langen Reise!

Jule

6.2.

Eigentlich haben wir uns den Wecker ganz früh gestellt, um vor der Hitze schon ein paar Kilometer abzuradeln und dann mittags etwas länger Pause zu machen. Kommt aber -wie immer- anders als man denkt, weil wir beim Frühstück im Hotel eine Reiseradlerin aus Amerika treffen, mit der wir uns blendend unterhalten. Ihr Blog ist http://www.theloongwayhome.com

Danach geht es in Hitze und Hügeln weiter, ich persönlich kann immer noch nicht viel essen und komme nicht gut hinter den Jungs her. Am Nachmittag aber fährt neben uns plötzlich ein junger Mann auf einem Motorrad mit einer Art Beiwagen, auf dem irgendwelche Töpfe und Utensilien stehen. Als ich ihn nach kurzem Gespräch auf ganz passablem Englisch frage, was er denn verkauft, da sagt er doch wirklich: „icecream!“ Jaa, so wünschen sich Radler das =)

Er ist tatsächlich ein Stück hinter uns her gefahren, nur um uns nun auf der Strecke auf eine Kugel Eis einzuladen. Leider muss ich wegen meiner Magenquerelen ablehnen, und leider meinen die beiden Jungs auch, dass es eher so gar nicht lecker war. Wir sind im Nachhinein sehr froh, dass nicht noch jemand krank geworden ist. Aber klar- dennoch beeindruckend, wie freundlich die Menschen ständig zu uns sind!

Diese Eisepisode spielte sich übrigens ab, während wir immer wieder durch Anpflanzungen von Bäumen geradelt sind, deren Stamm spiralenförmig die Rinde abgezogen wurde und an denen kleine Schälchen hingen. Der Eisverkäufer konnte uns dann auf jeden Fall beantworten, was für ein Saft aus diesen Bäumen gewonnen wird – und es ist Kautschuk! So radeln wir hier nun also durch endlose Kautschukplantagen. Ist das nicht der Wahnsinn?

Später radeln wir gerade durch eine kleine Stadt, als es heißt: Anhalten! Kuchenpause! Kamera zücken! Wir haben den 7000. Kilometer auf dem Tacho.

Und hiermit möchten wir einen Aufruf starten: wer eine schöne Idee oder einen Wunsch für das Foto zum 8000. Kilometer (das wird wohl in Thailand sein) hat, der möge sie uns schicken. Der Gewinner gewinnt die Realisierung seines Wunschfotos, 13.000 km von Deutschland entfernt! =)

Am Abend dann biegen wir dann (zack!) in eine Kautschukplantage ein, um dort unser Zelt aufzuschlagen, kochen uns Kokosmilchlinsen (ach Yangon, du hast unsere Vorräte großzügig gefüllt) und haben einen schönen Abend in der schönen Natur dieses schönen Landes.

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07.02.

Am Morgen radeln wir noch die letzten fehlenden 20 km bis Hpa-an, der Hauptstadt des Bundesstaates Kayen. Kayen ist ganz platt mit maigrünen Reisfeldern und sich dazwischen senkrecht und atemberaubend erhebenden Karsbergen. Eine ganz andere Landschaft als bisher, und mal wieder aaarg schön.

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In Hpa-an wollen wir auch mindestens zwei Tage bleiben, um uns die vielen vom Reiseführer empfohlenen Natur-Sehenswürdigkeiten in der Umgebung anzusehen: da soll es Grotten geben (mit Buddhastatuen, natürlich), Berge zum Bewandern und Seen zum Schwimmen. Zuerst aber müssen wir ein günstiges Hostel finden und das wird noch fast ein wenig abenteuerlich, weil Navi, Stadtplan und Jule heute nicht gut miteinander kommunizieren. Nach ein bisschen gezirkel aber erreichen wir das „Soe Brothers Hostel“, das uns ein feines Zimmer zu für Myanmar unschlagbar günstigen Preisen überlässt. Außerdem freuen wir uns krass über kleine Luxusgüter, die man aus Hostels in anderen Regionen der Erde gewöhnt ist, die hier aber nie selbstverständlich sind: heißes Wasser für Kaffee zB, oder, noch viel rarer hier: ein wirklich gut funktionierendes WLAN!

Wir machen einen Attraktionen-Abarbeiten-Plan für die nächsten Tage und radeln dann los, um uns eine Höhle anzusehen, in der es erst einmal Buddhastatuen geben soll, wenn man dann aber weiter läuft, soll man zu einer Höhle kommen, in der man schwimmen gehen kann! Das wollen wir. Ja, nun, was soll ich sagen, wir verfahren uns noch zweimal, um nach ca. 20 Radminuten wieder an unserem Hotel vorbeizufahren. Ein schwarzer Tag. Christian ist das zu viel und er bleibt dann auch gleich beim Hotel, um in Ruhe Internetarbeit erledigen zu können, Marcel und ich geben nicht auf und sind dann auch recht bald an den Höhlen- und recht enttäuscht. Es ist alles arg anders, als wir uns das ausgemalt hatten, und zum Baden bietet sich nur ein 5×10 m Wasserloch an, um das herum ca. 12 Restaurants ihren Betrieb aufgenommen haben, um die Massen an (bevorzugt einheimischen) Touristen zu füttern. Es ist Mordsgaudi und mit „Schwimmen in der Grotte“ hat es gar nichts zu tun. Dafür aber ist das Badeloch quellgespeist und sehr klar und hübsch und wir gesellen uns den Nachmittag zu den zig badenden myanmarischen Kindern und Jugendlichen. Wir werden herrlich erfrischt und es macht auch viel Spaß, denn die Menschen hier gehen zu unserer großen Belustigung komplett angezogen ins Wasser- mit Jeans, T-Shirt und Jacke.

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Das ist so ungewohnt! Außerdem gibt es eine ganz kleine Höhle, in der ebenfalls sehr klares Wasser ist, und dort waschen sich immer wieder ein paar Mönche. Darüber hängen ihre dunkelroten Kutten zum Trocknen.

08.02.

Heute schließen wir uns einer Touri-Tour an, bei der wir mit 3 Französinnen zusammen auf eine Motorrad-Riksha gepackt und von Sehenswürdigkeit zu Sehenswürdigkeit gefahren werden. Wir schauen uns im Laufe des Tages zB einige Grotten und Höhlen an. Aus einer riesigen Höhle (Football-Stadion-Größe, sagt der lonely planet) geht es sogar hinten wieder raus. Das sieht schon seeehr fett aus, wie nach dem langen Gang durch komplette Dunkelheit, unter Fledermäusen und zwischen Stalaktiten hindurch, das Sonnenlicht wieder durch die Höhle scheint. Dazu schaut man da auch auf einen sehr idyllischen See zwischen Reisfeldern. Leider zusammen mit ca. 50 anderen Touristen. Über diesen See werden wir dann auch im Einbaum wieder zurück zum Höhleneingang gebracht. Teilweise verläuft die Wasserstraße als Kanal durch die Reisfelder- das ist supertoll.

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Beim Mittagessen gehen wir auch tatsächlich nochmal baden, weil das ausgesuchte Restaurant neben einem Wasserloch ist. Dieses Mal springe ich wie die Myanmaris komplett angezogen ins Wasser- das hat den Vorteil, dass es noch eine halbe Stunde später angenehm kühlt und dass die Kleider halbwegs gewaschen sind. Später, zurück im Hotel, gehe ich übrigens mit den Kleidern duschen, um sie dort mehr oder weniger sauber zu bekommen.

Nach noch mehr Höhlen und ungezählten Buddhastatuen setzen wir uns noch zum Sonnenuntergang vor eine spezielle Höhle am Fluss, um einem ganz besonderen Spektakel zuzusehen (zusammen mit ca. 50 anderen Touristen): ab einer bestimmten Sekunde strömen sicherlich 10 Minuten lang ununterbrochen abertausende von Fledermäusen aus dem kleinen Felsloch. Sie verdunkeln richtiggehend den Himmel und ziehen ein Band über den ganzen Abendhimmel. Das ist ganz wahnsinnig!

09.02.

So viele Dinge an einem Tag! Das muss ungefähr Rekord sein… Für alle Menschen und alle Zeiten…. So viel kann niemand schonmal erlebt haben =)
Zunächst wollen wir gern wandern gehen. Für die geplante Wanderung muss man wohl um 08:00 morgens vor irgendeiner High School stehen und einen überdachten Pick-up erwischen, der einen mit zum Fuß des Berges nimmt. Somit stehen wir um 08:00 morgens vor dieser High School- genau wie 6 andere Touristen, die wohl den gleichen Reiseführer lesen. Auch eine der netten Französinnen von gestern ist wieder dabei, und als der Transport-LKW kommt, steigen wir drei und sie auf das Dach, weil sonst nicht alle rein passen würden. Und weil es einen Heidenspaß macht! Herrliche Dinge, die man in Deutschland nicht mal zu denken wagt! So holpern wir also (zu eurer Beruhigung schon von einer Art Zaun/Geländer gesichert) über den Köpfen aller Menschen durch die Stadt und aufs platte Land hinaus. Das ist noch viel witziger als sonst, weil uns natürlich noch mehr Menschen bemerken, sich nach uns die Hälse verrenken und uns grüßen- und wenn wir dann lachend zurück grüßen, dann fühlt sich das von unserem Hochsitz aus an, als wären wir die königliche Familie und würden eine Kutschfahrt durch unsere Ländereien unternehmen… Sooo lustig.

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Neben unserem Vehikel taucht dann auch bald die mehr-oder-weniger-neunzig-Grad Flanke des Berges auf, auf den wir heute rauf wollen. Beeindruckend. Der Aufstieg beginnt in einem Garten, in dem 1121 identische Buddhastatuen aufgestellt sind (!), das sieht schonmal recht fett aus. Es folgen gefühlte 80 Millionen Stufen, bis wir von Normalnull auf 722 Meter hochgelaufen sind. Das sind 267 Stockwerke, ich hab grad extra nachgerechnet =)

Ich bin so, so, so klitschnass geschwitzt. Aber wir können wohl doch fühlen, dass uns dieses Radfahren trainiert hat. Wirklich bemerkenswert furchtbar anstrengend finde ich das Hochwandern nicht.

Es belohnt uns eine herrliche Aussicht über diese verrückte Landschaft, mit der wir unsere eingepackten Toasts verspeisen. Was wurden wir gestern von einem Franzosen ausgelacht, als er bei der Tour gesehen hat, dass wir uns Stullen geschmiert und mitgebracht hatten. Scheinbar bedienen wir damit ein großes Deutschland-Klischee =)

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Das Runterwandern über mindestens genauso viele Stufen ist dann schon anstrengender, uns zittern allen die Waden sehr enorm. Unten angekommen laufen wir dann noch weiter zur Hauptstraße und halten den Daumen raus, um per Anhalter zurück nach Hpa-an zu kommen, und tatsächlich hält nach einer Minute ein Pickup, auf dessen Ladefläche wir hüpfen dürfen. Genial! Fahrtwind, Freiheit, das ganze Leben…

Im Hotel warten unsere gepackten Satteltaschen auf uns und wir satteln auf, um nicht noch eine Nacht das Zimmer zahlen zu müssen, sondern aus der Stadt heraus zu kommen und zelten zu können. Beim Aufsatteln und Weiterradeln treffen wir aber schon wieder so viele andere Reiseradler, das wir Mühe haben, vorwärts zu kommen. Das ist eine wahnsinnige Dichte hier! Viele fahren „nur“ Südostasien, also zB Thailand, Kambodscha, Laos, Vietnam und Myanmar, aber heute treffen wir auch Adam aus Australien, der vor 5 Jahren in Australien gestartet ist, um dann bis Thailand zu kommen, in Thailand 3 Jahre hängen zu bleiben und nun weiter zu radeln =)

Unser Weg führt weiter durch Kautschukplantagen und weil wir jetzt schon recht nah an einer internationalen Grenze sind und uns das Wildzelten da nicht so geheuer ist, entscheiden wir uns, noch einmal bei einem Kloster zu fragen, ob die ein Plätzchen für die Nacht hätten.

Zunächst ist es etwas kompliziert und der Mönch meint, wenn wir unser Zelt aufstellen wollten, dann sollten wir weiter bis zum nächsten Ort fahren (?), aber dann ist es plötzlich gar kein Problem, mal wieder im Gebetsraum zu schlafen =) Und so liegen unsere Matratzen heute wieder einmal unter einer LED-blinkenden Buddhastatue.

Bevor wir aber schlafen können, müssen wir uns noch seeehr amüsieren und wundern, in was für einem Kloster wir hier gelandet sind… Es scheint wieder nur einen erwachsenen Mönch zu geben, der Rest der ca. 25 Köpfe sind junge Buben und Männer zwischen ca. 7 und 15 Jahren. Zuerst bringen die guten Seelen uns noch ganz gesittet Kekse, Kaffee und ein Licht zu unseren Bambusstühlen vor dem Nebenhaus, dann aber drehen die Kids ziemlich durch, machen Feuer, kabbeln und prügeln sich, bringen mehrere Lautsprecher mit verschiedenster Musik an, tanzen und johlen, springen übers Feuer und machen Halligalli in Tüten! Es ist für uns unfassbar unterhaltsam und ganz schwer mit den Mönchsroben zu vereinbaren.

Nach dem Abendessen (Nudeln mit guter Tomatensauce, haben wir im Supermarkt gefunden!! Wir kommen näher an Thailand! Geilo!!) entdecken wir dann noch einen riiieesigen Skorpion in der Nähe des Kochers… Große Aufregung bei uns, aber ein kleiner Mönch haut beherzt und gelangweilt mit ’nem Backstein drauf und dann ist auch schon gut.

10.02.

Nach dem Aufstehen frühstücken wir in den drei Bambusstühlen vor dem Gebetsraum und sehen dabei die Sonne als roten Ball zwischen den Palmen aufgehen. Dann geht es für uns weiter in Richtung der Thailändischen Grenze, von der uns noch 100 km trennen. Eigentlich sollte diese Distanz für uns kein Problem mehr sein, wir wissen aber, das im Grenzgebiet recht fiese Berge auf uns warten. Zunächst aber verabschiedet uns Myanmar noch einmal mit seinen riiichtig miesen Straßen, bei denen man kaum vorwärts kommt, weil die Bodenwellen jeden Schwung fressen. Und mit seinen riiichtig herzlichen Menschen, die sich so freuen, wenn wir irgendwie in ihre Nähe kommen. Unsere erste Essenspause machen wir schon um 10:00, weil wir da schon 2,5 Stunden im Sattel sind. Danach biegen wir von der sehr viel befahrenen Straße auf den neuen Highway ab, der noch nicht fertig gebaut und somit noch geschlossen ist. Hier warten in der prallen Sonne ein paar Kilometer Sand, Steine und Staub neben Baggern auf uns, bis wir in diese erwarteten Berge kommen. Die Anstiege haben es in sich, es geht leider nach jedem steilen „bergauf“ auch wieder 2/3 bergab, weswegen es sich nur schleppend aufwärts zieht. Und es geht auf Mittag, es wird sengend heiß. Mein größtes Problem ist, dass der laufende Schweiß so sehr in den Augen brennt, dass ich immer wieder anhalten muss, um mir die Hände abzutrocknen (natürlich auch klitschnass geschwitzt) und die Augen zu wischen. Außerdem verpasse ich die Gelegenheit, mir meine Wasserflaschen aufzufüllen, bevor für lange, trockene, heiße Zeit nichts mehr kommt. So quäle ich mich dann arg hinter den Jungs die Berge hoch.

Aber auch so eine Etappe ist irgendwann zu Ende- wir erreichen den Wendepunkt, es saust mit locker über 60 km/h bergab, es wird fast kühl und Marcel hält an einem Militärkontrollpunkt, an dem uns Wasser geschenkt wird. Und an dem viel zu junge Soldaten mit viel zu großen Waffen stehen, das erschüttert uns schon etwas.

Marcel muss dort an seinem Rad rumschrauben, weil sein Umwerfer beim vielen Schalten abgebrochen ist =) Naa, wahrscheinlich war der angebrochen, als Marcel ein paar Tage zuvor auf die Seite gefallen ist. Dabei ist übrigens auch eine Pedale gebrochen, weswegen Marcel nun seit Hpa-an Pedale in pink-metallic spazieren fährt. Sehr fesch =)

Als nun der Umwerfer abgebaut ist, können wir endlich von den bewaffneten aus weiterfahren und düsen düsen düsen weiter, bis wir in der Grenzstadt auf Myanmarischer Seite ankommen. Man fährt hier auf der Hauptstraße einfach immer geradeaus, bevor man an einem Torbogen steht- das ist die Grenze zu Thailand. Nun müssen wir noch kurz unsere Pässe irgendwo vorzeigen und ein elektronisches Foto von uns machen lassen, und zack! haben wir das thailändische Visum in Form eines Stempels im Pass. Kostet nichts, ist kein Aufwand und ist 4 Wochen gültig, wir sind begeistert!

Drüben in Thailand, auf der wunderbar glatten, breiten, guten Straße (im Linksverkehr) rollen wir nur noch bis Mae Sod, dem thailändischen Grenzort. Hier nehmen wir uns ein Hotel (im Gegensatz zu Myanmar so fein, sauber und günstig!) und ruhen uns ordentlich aus. Wenn wir nach solchen Etappen duschen und die weißen Hotelhandtücher benutzen, dann können wir uns duschen wie wir wollen- die Handtücher werden beim Abtrocknen ganz dreckig braun. Ay, ihr wollt nicht wissen, wie siffig wir manchmal sind. Und wie selten wir die Kleider wirklich sauber waschen können. Und dass wir die Radelklamotten nun mal nicht wechseln können =)

Aber die erfreulichen Dinge des Tages: Thailand! Endlich wieder gutes WIFI! Endlich können wir uns um die Internet-Dinge kümmern, die in Indien und Myanmar liegen geblieben sind. Und mit zu Hause skypen. Demnach nutzen wir das Internet lustvoll, nachdem wir das erste Mal thailändisch Essen (nicht so viel toller als das myanmarische, wie alle behauptet haben) und im lang ersehnten Supermarkt waren (schon fett, aber auch nicht so toll, wie alle behauptet haben).

11.02.

Das ist unser erster Tag in Thailand! Und er geht sehr entspannt los, weil Marcel sich um das Ersatzteil für seine Schaltung kümmern muss. Dementsprechend können Christian und ich bis fast zum Mittag rumhängen und einfach mal nichts tun. Es ist ein großes Glück, dass dieses Schaltungsmalheur nun gerade so in Thailand passiert und nicht mehr in Myanmar, denn hier ist es wirklich kein Problem, an das Ersatzteil zu kommen. Also sind wir zu Mittag wieder auf der Straße, um nun von Thailand begrüßt zu werden: mit sehr guten, ganz glatt asphaltierten Straßen auf der einen Seite, aber mit wirklich steilen, fiesen, bösen Bergen (warum wieder in der Mittagshitze?! Sind wir bescheuert?!) auf der anderen Seite. Aber das schöne an Thailand ist: wenn man mal an einem kleinen Shop oder Restaurant am Straßenrand anhält, um wieder zu Kräften zu kommen, dann gibt es für uns schon fast vergessene Dinge wie Eis am Stiel, Milchshake oder Eiskaffee…. Ich bin sehr zufrieden!

Am Abend sind wir auf 800 m, die sich wie 1600 angefühlt haben, weil es immer wieder runter ging und so steil war. Recht fertig und immer noch mit dem Muskelkater vom Wandern fallen wir fast vom Rad, als wir vor einem Rangerhaus stehen, die es hier in den Wäldern gibt. Wir beschließen, das Zelt hinter dem Haus aufzubauen, weil wir meinen, dass es ein Thailand mit dem wilden zelten unproblematisch sein sollte. Und wirklich, abends kommt zwar noch ein Offizieller vorbei, der macht uns aber nur das Licht an und freut sich mit uns. Wir kochen und fallen ins Bettchen.

12.02.

Und wer nun fleißig den Blog verfolgt hat, der weiß: wenn wir einen Tag lang jammern, dass es bergauf geht, dann freuen wir uns am nächsten Tag normalerweise, dass es bergab geht. Philosophisch, nicht wahr? Und so rollen wir von unserem Rangerhaus los, zzzziiiiiisch mit unserer persönlichen Höchstmarke 67 km/h den Berg runter. Eigentlich den ganzen Tag. Spannend ist das sonst nicht weiter, weil wir hier auf der autobahnähnlichen Schnellstraße fahren, von der aus man nichts weiter interessantes sieht oder mitbekommt. Wir haben unseren komfortablen Seitenstreifen und besten Asphalt und es fühlt sich so an, als würde uns Thailand einen Kurzurlaub von den Eindrücken der Reise genehmigen- alles ist einfach und komfortabel und man muss nicht viel verarbeiten oder nachdenken.

Am Abend erreichen wir Sukothai (hier der Wiki-Link), weil wir hier die bedeutenden Ruinen der untergegangenen Hauptstadt des ersten thailändischen Königreiches anschauen wollen. So landen wir in einem sehr niedlichen Hotel mit kleinen Holzbungalows und den Annehmlichkeiten, die es seit Thailand wieder ganz selbstverständlich in Hotels gibt: WLAN, warme Dusche, sauberes Bad, Toilette… Nur die Klimaanlage macht Höllensounds und möchte uns wohl sehr gern vom Schlafen abhalten

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