Wien – Bratislava

Wien – Bratislava

Als wir am 11.9. in Wien aufgewacht sind, zwischen wild durch das Zimmer gespannten Wäscheleinen und einem riesigen Berg Zeug, das irgendwie immer wieder in die Satteltaschen packt, hat es tierisch geregnet- einer der Couchsurfer, die wir in Budapest für nächste Woche angefragt haben, hat uns auch etwas von katastrophalen Wetterberichten erzählt…

Weil es in Fabis WG so wahnsinnig gemütlich war, kamen wir erst gegen 13:00 auf die Straße, dafür hat sich Fabi aber auch noch kurzfristig („gebt mir zehn Minuten!“) entschieden, uns ein Stück zu begleiten. So sind wir auf großartig breiten Radwegen durch den Prater etc zu dritt, viert, fünft nebeneinander gefahren und Fabi hat uns noch ein bisschen was über seine Wahlstadt erzählt- zum Beispiel über das unter heftigen Protesten gebaute, aber nie in Betrieb genommen AKW Lobau, an dem wir vorbeikamen und das heutzutage besichtigt werden kann. Hätte ich (Jule) das vorher gewusst, da wär ich doch gern noch hin!

Den ganzen Nachmittag sind wir durch strömenden Regen schnurgerade auf dem Deich langgefahren, sind vielleicht dreimal abgestiegen und standen wie die Pinguine da, um unsere nassen Kleider nicht noch mehr an den Körper zu bekommen, haben unter einer Donaubrücke die kürzeste Mittagspause aller Zeiten gemacht und kamen nass und kalt und eklig gegen 18:00 in Bratislava an- 73 km mal eben so am Nachmittag runter geschrubbt, Rückenwind und plattes Land und Ankommen-Wollen sei dank!

Mit Bratislava erreichen wir schon das vierte Land unserer Tour, die Slowakei. Wir haben uns entschieden, ein Hostel zu nehmen, um die nassen Kleider trocknen zu können, etwas von der Stadt zu sehen und eine heiße Dusche abgreifen zu können. Wir haben auch ein sehr, sehr schönes und gemütliches Hostel gefunden, das Mansard, direkt in der Stadt. Hier hab ich erstmal auf dem Weg zur Dusche meine Flasche Shampoo, die ich in Wien gekauft habe, weil ich in Vranov meine Seifendose vergessen habe, gegen die Wand neben der Rezeption geworfen und musste hinter Christian, der sich meiner ein wenig geschämt hat, unauffällig den Boden wischen.

Vom Hostel wurde uns ein ganz tolles Slowakisches Restaurant empfohlen, das Flagship, in dem man typisch slowakische Gerichte zu einem fairen Preis bekommt und das in einem ehemaligen Theater untergebracht ist, was eine ganz abgefahrene Stimmung ergibt- offene Galerien, eine Bühne vorn im Zentrum, ein dicker Kronleuchter über allem und hunderte Menschen, die dort bekocht werden. Die Stimmung unter uns ist schön, die Gruppe wächst zusammen und wir haben viel gelacht und uns seehr über den warmen, gemütlichen Abend, erst im Restaurant und später in unseren echten Betten mit echter Bettwäsche (und wieder unter kreuz und quer gespannten Wäscheleinen) gefreut.

Nachts hat es wieder tierisch auf unser schräges Fenster geregnet und dementsprechend unbegeistert war ich über die Idee, den nächsten Tag wieder auf dem Rad zu verbringen.

LG – jule

Ein Gedanke zu „Wien – Bratislava“

  1. Hee, da hab ich euch doch glatt mal quatsch erzählt. Das Kraftwerk das wir gesehen haben war leider garnicht das, zu dem die Story passte, auch wenn es ebenfalls an der Donau liegt.
    Schande über mein Haupt.

Kommentar verfassen

Trage deine Daten unten ein oder klicke ein Icon um dich einzuloggen:

WordPress.com-Logo

Du kommentierst mit Deinem WordPress.com-Konto. Abmelden /  Ändern )

Google Foto

Du kommentierst mit Deinem Google-Konto. Abmelden /  Ändern )

Twitter-Bild

Du kommentierst mit Deinem Twitter-Konto. Abmelden /  Ändern )

Facebook-Foto

Du kommentierst mit Deinem Facebook-Konto. Abmelden /  Ändern )

Verbinde mit %s