Prag – Tabor

Mit Todd hatten wir einen unglaublichen Gastgeber, für mein erstes mal Couchsurfen. Er beherbergt gleichzeitig bis zu 25 Personen in seinem Haus und selbst in seinem eigenen Räumchen dürfen Menschen übernachten. Für unsere Reisegruppe hat er sein Zimmerchen sogar komplett geräumt. Todd selbst arbeitet für die Ärzte Ohne Grenzen in Ländern wie Nigeria oder dem Kongo, wenn er gerade mal keine anderen Couchsurfer empfängt.

Am Mittwoch (3.9) morgen sind wir erst spät in die püschen gekommen. Anschließend hatten wir noch allerhand Kram wie Einkaufen und Räder reinigen zu erledigen. Auch dass aus Prag heraus navigieren gestaltete sich als schwierig, so dass wir erst gegen 17 Uhr die Tschechische Hauptstadt verlassen haben. Im Nachhinein betrachtet wäre ein Ruhetag in Prag vielleicht die bessere Option gewesen, als die 25km zu radeln. Immerhin konnten wir so unser erstes kleines Lagerfeuer am Waldrand machen.

Da wir die ersten drei Tage morgens erst sehr spät losgekommen waren haben wir uns für Donnerstag zum ersten mal eine feste Uhrzeit ausgemacht, wann wir loskommen wollten. 9:30 Uhr konnten wir zwar nicht ganz halten, aber immerhin waren wir schon 10 Uhr on the Road nach Tabor. Bis dahin lagen aber 85km vor uns, die doch mehr schlauchten als gedacht. Als wir dann nach 65km noch feststellen mussten, dass wir doch noch 30km statt 20km und sich unsere Etappenlänge damit auf 95km erhöht, sahen wir Tabor schon in weite Ferne rücken. Eine Essenspause (die zweite heute) weiter, traten wir dann aber doch noch motiviert in die Pedale und bewältigten zunächst 200 Höhenmeter auf 5km und dann die restlichen Weg bis Tabor, wo uns ein unfassbar billiger Campingplatz gegen 20 Uhr aufnahm. Für 6 Personen mussten wir gerade einmal 13€ löhnen. Eine Dusche gab es zwar nicht, aber dafür liegt der Campingplatz mitten in der Innenstadt, was uns noch zum Pizza essen und Bierchen trinken einlud.

Heute (5.9.) ist nun unser erster Ruhetag. Leider wollten uns ein paar tschechische Bauarbeiter diese Ruhe nicht gönnen und uns stattdessen zeigen wozu ihre Presslufthammer in der Lage sind. Also doch wieder zeitig aufstehen und bei strahlendem Sonnenschein die herrlich Innenstadt Tabors genauer inspizieren. Hier gibt es wunderschöne Gässchen und eine unfassbare Dichte an Kneipen aller Art. Jetzt sitze ich auf dem Campingplatz der ebenfalls als Kneipe fungiert und trinke ein frisches Fassbier, dass auf den Namen Kozel hört und weniger als einen Euro kostet. Morgen ist dann der letzte Radtag an dem uns Thomas und Florian begleiten werden bevor sie zurückfahren. Eine Anekdote noch von Thomas: Er ist heute extra ins Schwimmbad gegangen um Duschen zu können. Gebadet hat er aber nicht, weil er ja keine Badehose mit hat. 🙂

Wer gerne die Route verfolgen will, die wir gerade fahren kann im Internet mal nach „Green Ways“ suchen. Dieser Radweg führt von Prag nach Wien und wir werden in zu guten Teilen, wenn nicht sogar komplett folgen.

 

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